
Mein Schwerpunkt liegt auf der Begleitung bei chronischen und komplexen Darmbeschwerden, SIBO/IMO, Schilddrüsenerkrankungen sowie Müdigkeit und Erschöpfung. Dabei betrachte ich nicht nur einzelne Symptome oder Laborwerte, sondern auch mögliche Zusammenhänge zwischen Verdauung, Stoffwechsel, Immunsystem, hormoneller Regulation und Nervensystem. So entsteht ein individueller Behandlungsweg, der zu Deinen Beschwerden und Deiner gesundheitlichen Situation passt.
Das Verdauungssystem – eine komplexe Zusammenarbeit
Das Verdauungssystem funktioniert nicht über ein einzelnes Organ. Magen, Dünndarm, Dickdarm, Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse arbeiten eng zusammen. Gleichzeitig spielen Verdauungsenzyme, Gallensäuren, Darmbewegung, Schleimhaut, Mikrobiom und Nervensystem eine wichtige Rolle.
Beschwerden können deshalb sehr unterschiedliche Ursachen und Einflussfaktoren haben. Bauchschmerzen, Völlegefühl, Reflux, Durchfall oder Verstopfung sagen zunächst nur, wo sich ein Problem bemerkbar macht – nicht automatisch, wodurch es entstanden ist.
Zu den Erkrankungen und Beschwerdebildern, die in meiner Praxis eine Rolle spielen können, gehören unter anderem:
In der Erstanamnese betrachten wir deshalb nicht nur Deine aktuellen Beschwerden. Wir schauen uns auch an, wie sie sich entwickelt haben, was ihnen vorausgegangen ist und welche Veränderungen im Verlauf eine Rolle gespielt haben könnten.
Vorhandene Befunde, frühere Untersuchungen, bisherige Behandlungen, Medikamente, Ernährung und weitere mögliche Einflussfaktoren werden dabei gemeinsam eingeordnet. Je nach Situation kann anschließend besprochen werden, ob ergänzende Diagnostik sinnvoll ist und welche therapeutischen Schritte zu Deinem individuellen Beschwerdebild passen.
Bei länger bestehenden, starken, neu auftretenden oder anderweitig abklärungsbedürftigen Beschwerden ist zunächst eine ärztliche Untersuchung erforderlich. Bereits diagnostizierte Erkrankungen können in meiner Praxis ergänzend zur ärztlichen Behandlung begleitet werden.
SIBO, die Abkürzung für Small Intestinal Bacterial Overgrowth (bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms) und/oder IMO (Intestinal Methanogen Overgrowth) und/oder ISO (Schwefelwasserstoff-SIBO) eine Erkrankung, bei der Bakterien, die normalerweise im Dickdarm vorkommen, in den Dünndarm überwandern und sich dort unkontrolliert vermehren. Diese Fehlbesiedlung kann die Nährstoffaufnahme erheblich stören und zu einer Vielzahl von Symptomen führen.
Typische Anzeichen von SIBO sind:
Was SIBO besonders herausfordernd macht, ist, dass es sich häufig um eine hartnäckige Erkrankung handelt. Viele Patienten erleben, dass ihre Symptome nach Behandlungen wie Diäten, Antibiotika oder Probiotika zunächst besser werden, aber nach einer Weile wieder zurückkehren. Diese Rückfälle treten auf, weil die zugrunde liegende Ursache oft nicht ausreichend behandelt wird. SIBO kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, wie zum Beispiel Funktionsstörungen des Darms, eine gestörte Beweglichkeit des Magen-Darm-Traktes oder Narbengewebe nach Operationen. Eine umfassende Diagnostik, beispielsweise durch Atemtests und eine Mikrobiomanalyse, ist entscheidend, um die richtige Therapie zu finden und langfristige Erfolge zu erzielen.
Darmgesundheit ist Lebensqualität!
Eine gesunde Verdauung ist mehr als nur eine gute Verdauung der Nahrung. Sie steht in direktem Zusammenhang mit unserem allgemeinen Wohlbefinden, unserer Immunabwehr und unserer Energie. Insbesondere das Mikrobiom spielt eine zentrale Rolle in diesem System. Wenn sich Beschwerden wie bei SIBO trotz Behandlung immer wieder zeigen, ist es wichtig, tiefer nach den Ursachen zu suchen und das gesamte Zusammenspiel des Verdauungssystems zu verstehen.
Die Schilddrüse ist ein kleines Organ mit großer Wirkung. Ihre Hormone sind unter anderem an der Regulation von Energiestoffwechsel, Wärmeproduktion, Herz-Kreislauf-System, Verdauung und vielen weiteren Stoffwechselprozessen beteiligt. Veränderungen der Schilddrüsenfunktion können sich deshalb sehr unterschiedlich bemerkbar machen.
Zu den häufigen Schilddrüsenerkrankungen gehören unter anderem Hashimoto-Thyreoiditis, Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenüberfunktion. Gerade bei Hashimoto spielt zusätzlich das Immunsystem eine Rolle: Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die Immunreaktion gegen Strukturen der Schilddrüse richtet.
Mögliche Beschwerden können sein:
Schilddrüse ist mehr als TSH!
Bei Schilddrüsenbeschwerden schaue ich deshalb nicht ausschließlich auf einen einzelnen Laborwert. Je nach Fragestellung können TSH, fT3, fT4 und Schilddrüsen-Autoantikörper ebenso relevant sein wie bereits vorhandene Befunde, Medikamente, Beschwerden und deren zeitlicher Verlauf.
Gerade bei länger bestehenden Beschwerden lohnt sich außerdem der Blick über die Schilddrüse hinaus. Die Schilddrüse arbeitet nicht getrennt vom restlichen Körper. Im Sinne der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI) betrachte ich die Schilddrüsenachse im Zusammenspiel mit Immunsystem, Energiestoffwechsel, Nervensystem, Verdauung und Nährstoffversorgung. Auch Schlaf, Stressbelastung, Regeneration, Ernährung und Tagesrhythmus können je nach individueller Situation wichtige Teile des Gesamtbildes sein.
Besonders bei Hashimoto gehören Ernährung und Lebensstil für mich deshalb immer mit in die Betrachtung. Nicht, weil eine bestimmte Ernährung eine Autoimmunerkrankung einfach „heilt“, sondern weil Ernährung und Lebensstil zu den Faktoren gehören, die wir selbst beeinflussen können. Bestimmte Lebensmittel können individuelle Beschwerden verstärken, während gleichzeitig eine ausreichende Versorgung mit Energie, Protein und relevanten Mikronährstoffen wichtig ist.
Auch der Darm kann dabei eine Rolle spielen. Bestehen gleichzeitig Blähungen, Verstopfung, Durchfälle, SIBO/IMO oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, werden diese Beschwerden nicht automatisch als separates Problem betrachtet. Verdauung und Resorption beeinflussen schließlich auch, welche Nährstoffe dem Körper zur Verfügung stehen.
Schilddrüsengesundheit bedeutet für mich deshalb nicht nur, Laborwerte zu betrachten. Ziel ist es, Deine Beschwerden, vorhandene Befunde und mögliche Zusammenhänge zu verstehen und daraus einen individuellen Behandlungsweg zu entwickeln – ergänzend zur ärztlichen Versorgung.
Müdigkeit kennt jeder. Wenn Du Dich aber dauerhaft erschöpft fühlst, morgens schon müde aufwachst oder Dich selbst nach Ruhephasen nicht richtig erholt fühlst, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn hinter anhaltender Erschöpfung können sehr unterschiedliche Faktoren stehen – und häufig ist es nicht nur einer.
Mögliche Beschwerden können sein:
Müdigkeit ist ein Symptom – keine Diagnose.
Deshalb geht es für mich zunächst darum herauszufinden, welche Faktoren bei Dir eine Rolle spielen könnten. Je nach individueller Situation können beispielsweise Schilddrüsenfunktion, Eisen- und Mikronährstoffversorgung, Blutzuckerregulation und Energiestoffwechsel, Schlaf, Verdauung und Nährstoffaufnahme, Infektionen oder Entzündungsprozesse relevant sein. Bei neu aufgetretener, ausgeprägter oder ungeklärter Erschöpfung gehört selbstverständlich auch eine ärztliche Abklärung dazu.
Gleichzeitig schaue ich auf Stressbelastung, Nervensystem und Regeneration. Nicht jeder Stress ist problematisch. Entscheidend ist vielmehr, wie häufig und wie lange Belastungen auftreten – und ob Dein Körper anschließend ausreichend Gelegenheit bekommt, wieder zu regenerieren. Auch Schlaf, Bewegung, Tagesrhythmus, Ernährung und Erholungsphasen können dabei eine wichtige Rolle spielen.
Im Sinne der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI) betrachte ich diese Bereiche nicht getrennt voneinander. Nervensystem, Immunsystem, Stoffwechsel, hormonelle Regulation und Verdauung stehen miteinander in Wechselwirkung. Deshalb interessiert mich nicht nur, dass Du müde bist, sondern auch: Wann hat es begonnen? Was ist davor passiert? Wann ist Deine Energie besser oder schlechter? Wie schläfst Du? Wie reagierst Du auf Belastung? Und wie schnell erholst Du Dich anschließend?
Energie entsteht nicht durch ein einzelnes Supplement.
Je nach Befunden kann die Versorgung mit bestimmten Mikronährstoffen ein wichtiger Teil der Behandlung sein. Genauso können aber Ernährung, Schlaf, Bewegung, Tagesrhythmus, Stressregulation oder eine Verbesserung der Verdauungs- und Stoffwechselsituation relevante Stellschrauben sein.
Ziel ist es, nicht einfach nur gegen die Müdigkeit anzukämpfen, sondern besser zu verstehen, warum Deinem Körper Energie fehlt – und welche Faktoren wir gezielt beeinflussen können.
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